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Der Klapotetz

 

Wer kennt es nicht - das Wahrzeichen des steirischen Weinlandes? Es ist mit dem Weinland genauso verbunden wie die Hügelketten, die Bergkuppen, die Pappeln, die Gehöfte der Weinbauern und die Vielfalt der land-wirtschaftlichen Kulturformen.

Früher wurde es fast ausschließlich Windradl oder auch Windmühle genannt. Im letzten Jahrzehnt hat sich immer mehr der Name „Klapotetz“ verbreitet. Er ist wohl von unseren südlichen Nachbarn in unser Land gekommen.

Über das Alter des Klapotetz ist nicht genaues bekannt. Prof. Leopold Kretzenbacher führt in seinem Buch „Windradl und Klapotetz“ eine erste handschriftliche Notiz  aus dem Jahre 1797 an.

 

Die einzelnen Teile eines Klapotetz werden aus verschiedenen Holzarten hergestellt: die Flügel aus Fichtenholz, die Klöppeln oder Klappern aus Buchenholz, der Block aus Esche oder Kastanie. Das Schlagbrett muss unbedingt aus Kirschbaumholz sein, denn es erzeugt, wenn darauf geschlagen wird, schrille Töne.

Ursprünglich war es die Aufgabe des Klapotetz mit der beginnenden Reife der Weintrauben die Vögel aus den Weingärten zu vertreiben.

 

Der höchste Klapotetz der Welt steht am Demmerkogel und ist dem hl. Jakobi geweiht. Er wiegt insgesamt 6 Tonnen, hat eine Gesamthöhe von 16 Metern, wobei die sechs durchgehenden Federn (zwölf Flügel) einen Kreis von dreizehn Metern Durchmesser bestreichen.

In 200 Stunden Schwerarbeit wurde er von Herrn Manfred Perl aus Brünngraben erbaut.